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In 3 Schritten ein neues Blumenbeet anlegen

von Nathalie, 21.08.2019

Was du zum Beet anlegen benötigst:

Du hast mit unserem Konfigurator bereits die richtigen Pflanzen für dein Beet gefunden und dir einen Beetplan erstellt? Dann muss jetzt nur noch dein Beet richtig vorbereitet werden. Wir zeigen dir in 3 Schritten, wie du dein altes Beet bereit machst für deine Pflanzen:

(Falls du noch Hilfe bei der Pflanzenwahl benötigst, schau dir unseren Blog an: Wie wähle ich die richtigen Pflanzen für meinen Garten aus.)


1. Unkraut entfernen

Blumenbeet anlegen, Unkraut entfernen

Als erstes solltest du damit beginnen das Unkraut mit einem starken Wurzelsystem, wie z.B. Löwenzahn und Disteln, zu entfernen. Am besten nimmst du dafür eine Grabegabel und entfernst die Wurzeln komplett, sonst wächst das Unkraut schnell wieder nach. Selbst kleine Wurzelreste können wieder austreiben und dir und deinen neuen Pflanzen das Leben schwer machen.

Wurzeln mit der Grabegabel entfernen:

Blumenbeet anlegen, Unkraut entfernen mit der Grabegabel

Möchtest du dein Beet auf einer vorhandenen Rasenfläche platzieren, so musst du die Grasnarbe in Form des geplanten Beetes vor dem Umgraben mit einem Spaten waagerecht abheben und vom Beet entfernen. (Grasnarbe: Zusammenhängender Bewuchs des Bodens durch Gräser)


2. Das Beet umgraben

Blumenbeet anlegen, Beet umgraben, Boden umgraben

Nun beginnt das Graben und Lockern des Bodens. Am besten nimmst du einen Spaten oder eine Grabegabel. Beim Umgraben hebst du ein Stück der Erde aus der Fläche (spatentief) und wirfst sie umgedreht wieder zu Boden. Große Brocken solltest du auseinander teilen. Das Beet ist optimal vorbereitet, wenn es keine groben Klumpen mehr gibt und der Bodenaktivator und Dünger gleichmäßig verteilt ist. Der Sinn des Umgrabens ist das Lockern des Bodens, deshalb solltest du zum Schluss mit dem Rechen die Fläche eben machen.

Good to know:

Das Umgraben verändert das Bodengefüge und den Lebensraum von Bodenlebewesen – grab deinen Garten daher nicht jedes Jahr um, sondern nur bei der Neuanlage eines Beetes oder bei stark verdichteten Böden.



3. Gartenboden natürlich verbessern und düngen

Blumenbeet anlegen, Gartenboden natürlich verbessern mit organischen Dünger

Vor der Neubepflanzung solltest du deinen Gartenboden verbessern, denn eine gute Bodenqualität ist die Grundvoraussetzung für gesunde und starke Pflanzen in deinem Gartenbeet.

Good to know:

Wie ein gesunder Boden aussieht und riecht?

Eine krümelige Struktur, Asseln oder Regenwürmer sind ein gutes Zeichen. Riecht der Boden angenehm, wie guter Waldhumus oder liegt Fäulnis in der Luft? Dann könnte das ein Zeichen für Bodenverdichtung und Staunässe sein.

Als Grundlage für alle Böden kann man organischen Bodenaktivator ganzjährig verwenden, er reaktiviert müde (nährstoffarme) Böden, verbessert den pH-Wert der Erde und kurbelt den sogenannten Luft-Wärme-Wasser-Haushalt des Erdreichs an. Der Bodenaktivator eignet sich für alle ausgelaugten und verdichteten Böden und verbessert die Bodenqualität- und Struktur auf natürlicher Art und Weise.

So geht’s: Nach dem Lockern des Bodens kann der Bodenaktivator oberflächig ausgebracht (ca. 150-200 g/m²) und ein wenig einhackt werden. Anschließend wässern.

Good to know:

Insbesondere bei Gartenneuanlagen sind die Böden infolge der Bauarbeiten meist biologisch tot und enthalten zudem auch zu wenig Humus und Nährstoffe. Zudem sind die Böden oft durch schwere Maschinen verdichtet. Die Wurzeln der Pflanzen können diese verdichteten Schichten nicht durchdringen. Abhilfe kann ein Bodenaktivator sowie die richtige Düngung schaffen, um den Boden wieder zu stärken.

Neben der Verwendung des Bodenaktivators, empfehlen wir zur regelmäßigen Düngung mit biologischem Langzeitdünger wie z.B. Hornspänen. Hornspäne werden aus den Hörnern und Hufen von Rindern gewonnen und eignen sich für Stauden, Gemüse und Obst gleichermaßen. Sie können für alle Bodenarten verwendet werden, da sie keinen Einfluss auf den pH-Wert haben.

Einer der Vorteile dieses Stickstoffdüngers ist, dass eine Überdosierung praktisch unmöglich ist. Da der Zersetzungsprozess je nach Größe der Körnung länger dauert, kann man die Düngung bereits vor der Einpflanzung durchführen.

So geht’s: Einfach die Hornspäne lose auswerfen (etwa 50 g pro Quadratmeter) und anschließend mit dem Rechen im Boden verteilen. Im Anschluss wird das Beet gewässert, was zur Aktivierung und Freisetzung des Bodenaktivators und Düngermittels führt.

Good to know:

Um die Langlebigkeit der Staudenanpflanzung zu fördern und gleichzeitig deinen Pflegebedarf zu minimieren, ist es am besten, die Auswahl der Stauden von den Standort- und Bodenverhältnissen in deinem Garten abhängig zu machen und nicht umgekehrt zu versuchen, einen eigentlich falschen Standort passend zu machen.


Richtiger Pflanzzeitpunkt

Idealerweise pflanzt man Stauden und Gehölze im Frühling ab Anfang April bis Ende Mai ein, dann wenn es nicht mehr friert, so haben die Pflanzen ausreichend Zeit einzuwachsen, um den kommenden Winter zu überstehen.

Im Sommer muss bedacht werden, dass es zu erhöhten Wärmeperioden kommt und die Pflanzen ohne tiefes Wurzelwerk schnell vertrocknen könnten, daher ist eine Pflanzung im Juni, Juli und August nicht ideal. Möchtest du trotzdem pflanzen, sorge für ausreichend Bewässerung.

Im Herbst sind die Monate September und Oktober super für die Bepflanzung geeignet.

Am besten werden Bodenarbeiten nur bei trockenen Wetterbedingungen durchgeführt, wenn der Boden nicht zu feucht ist.


Nun hast du alles geschafft und kannst deine Pflanzen in dein Beet einsetzen. Sorge vor dem Einsetzen der Pflanzen dafür, den Wurzelballen zu durchfeuchten, indem du die Pflanzen zum Beispiel in einem Eimer Wasser eintauchst. Nach dem Bepflanzen muss das Beet ebenfalls ausreichend bewässert werden.

Viel Spaß beim Beet anlegen wünscht dir deine Nathalie!


Du bist dir doch noch nicht sicher, welche Pflanzen du für dein Beet auswählen sollst? Dann durchlaufe unseren Konfigurator und finde heraus, welche Pflanzen zu dir passen:

Hier geht’s zum Beet-Konzept!
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