Mini-Kurs:

Wie Du Blumenbeete richtig anlegst

Hallo Green For Me – Mitglied,

du hast dir deinen Plan erstellt, deine Pflanzen besorgt und nun geht es an die Umsetzung. YAY, nach der ganzen Theorie gibts nun Action.

Wir zeigen dir jetzt, wie du in wenigen Schritten zu deinem bepflanzten Blumenbeet kommst und sagen dir, worauf du achten solltest.

Schritt 1: Alte Pflanzen entfernen und umpflanzen

Zu allererst solltest du dein Beet gegebenenfalls von alten Pflanzen befreien. Hast du alte Pflanzen im Beet, die nicht mehr in dein neues Konzept passen? Dann wird es Zeit ein neues Plätzchen für sie zu finden.

Falls du Pflanzen umpflanzen möchtest, ist der Herbst die beste Jahreszeit dafür, nach dem Laubfall, denn dann konzentriert sich alles auf die Wurzel. Wenn du im Herbst umpflanzt, hat die Pflanze noch genug Zeit, um sich an ihrem neuen Platz vor dem Austrieb im Frühjahr zu akklimatisieren. In jedem Fall empfiehlt es sich die Pflanzen vor dem Umpflanzen stark runter zu schneiden.

Danach kannst du rund um die Pflanze mit dem Spaten einstechen, wo du den Wurzelballen vermutest. Wenn du einmal rund um die Pflanze eingestochen hast, kannst du mithilfe von Hebelbewegungen die Pflanze versuchen vorsichtig hochzudrücken und aus der Erde zu lösen. Falls du merkst, dass es noch nicht so einfach klappt, versuche die Pflanze noch tiefer  auszustechen.

Grabe an der neuen Stelle ein doppelt so großes Loch, wie der Wurzelballen groß ist und pflanze die Staude an neuer Stelle ein. Denk ans Gießen und etwas Dünger.

Schritt 2: Unkraut entfernen im Blumenbeet

In Schritt 2 gehts dem Unkraut (oder besser Wildkraut) an den Kragen. Beginne das Unkraut mit einem starken Wurzelsystem, wie z.B. Löwenzahn und Disteln, zu entfernen.

Am besten nimmst du dafür eine Grabegabel und entfernst die Wurzeln komplett, sonst wächst das Unkraut schnell wieder nach. Selbst kleine Wurzelreste können wieder austreiben und dir und deinen neuen Pflanzen das Leben schwer machen.😤

Möchtest du dein Beet auf einer vorhandenen Rasenfläche platzieren, so musst du die Grasnarbe in Form des geplanten Beetes vor dem Umgraben mit einem Spaten waagerecht abheben und vom Beet entfernen. (💡Was ist eine Grasnarbe?: Zusammenhängender Bewuchs des Bodens durch Gräser) 

Schritt 3: Das Beet umgraben

Nun beginnt das Graben und Lockern des Bodens. Am besten nimmst du einen Spaten oder eine Grabegabel. Beim Umgraben hebst du ein Stück der Erde aus der Fläche (spatentief) und wirfst sie umgedreht wieder zu Boden. Große Brocken solltest du auseinander teilen. Das Beet ist optimal vorbereitet, wenn es keine groben Klumpen mehr gibt. Der Sinn des Umgrabens ist das Lockern des Bodens, deshalb solltest du zum Schluss mit dem Rechen die Fläche eben machen.

 

💡Good to know:

Das Umgraben verändert das Bodengefüge und den Lebensraum von Bodenlebewesen – grab deinen Garten daher nicht jedes Jahr um, sondern nur bei der Neuanlage eines Beetes oder bei stark verdichteten Böden.

Schritt 4: Den Boden verbessern

Nach dem Umgraben und vor der Neubepflanzung solltest du deinen Gartenboden verbessern, denn eine gute Bodenqualität ist die Grundvoraussetzung für gesunde und starke Pflanzen in deinem Gartenbeet.  

Wie ein gesunder Boden aussieht und riecht?

Eine krümelige Struktur, Asseln oder Regenwürmer sind ein gutes Zeichen. Riecht der Boden angenehm, wie guter Waldhumus oder liegt Fäulnis in der Luft? Dann könnte das ein Zeichen für Bodenverdichtung und Staunässe sein.

Als Grundlage für alle Böden kann man organischen Bodenaktivator ganzjährig verwenden, er reaktiviert müde (nährstoffarme) Böden, verbessert den pH-Wert der Erde und kurbelt den sogenannten Luft-Wärme-Wasser-Haushalt des Erdreichs an. Der Bodenaktivator eignet sich für alle ausgelaugten und verdichteten Böden und verbessert die Bodenqualität- und Struktur auf natürlicher Art und Weise.

 

So geht’s: 👇

Nach dem Lockern des Bodens kann der Bodenaktivator oberflächig ausgebracht (ca. 150-200 g/m²) und ein wenig einhakt werden. Anschließend wässern.

💡Good to know:

Insbesondere bei Gartenneuanlagen sind die Böden infolge der Bauarbeiten meist biologisch tot und enthalten oft auch zu wenig Humus und Nährstoffe. Zudem sind die Böden oft durch schwere Maschinen verdichtet. Die Wurzeln der Pflanzen können diese verdichteten Schichten nicht durchdringen. Abhilfe kann ein Bodenaktivator sowie die richtige Düngung schaffen, um den Boden wieder zu stärken.

Neben der Verwendung des Bodenaktivators, empfehlen wir zur regelmäßigen Düngung mit biologischem Langzeitdünger wie z.B. Hornspänen. Hornspäne werden aus den Hörnern und Hufen von Rindern gewonnen und eignen sich für Stauden, Gemüse und Obst gleichermaßen. Sie können für alle Bodenarten verwendet werden, da sie keinen Einfluss auf den pH-Wert haben. Einer der Vorteile dieses Stickstoffdüngers ist, dass eine Überdosierung praktisch unmöglich ist. Da der Zersetzungsprozess je nach Größe der Körnung länger dauert, kann man die Düngung bereits vor der Einpflanzung durchführen.

 

So geht’s:👇

Du kannst die Hornspäne direkt in das Pflanzloch geben oder einfach die Hornspäne lose auf dem Beet auswerfen (etwa 50 g pro Quadratmeter) und anschließend mit dem Rechen im Boden verteilen. Im Anschluss wird das Beet gewässert, was zur Aktivierung und Freisetzung des Bodenaktivators und Düngermittels führt. Wenn du gleich im Anschluss deine Bepflanzung vornimmst, brauchst du erst nach dem Einpflanzen wässern.

💡Good to know:

Um die Langlebigkeit der Staudenanpflanzung zu fördern und gleichzeitig deinen Pflegebedarf zu minimieren, ist es am besten, die Auswahl der Stauden von den Standort- und Bodenverhältnissen in deinem Garten abhängig zu machen und nicht umgekehrt zu versuchen, einen eigentlich falschen Standort passend zu machen.

 

Schritt 5: Einpflanzen

 

Richtiger Pflanz-Zeitpunkt

Idealerweise pflanzt man Stauden und Gehölze im Frühling ab Anfang April bis Ende Mai ein, dann wenn es nicht mehr friert, so haben die Pflanzen ausreichend Zeit einzuwachsen und Wurzeln zu bilden, um den kommenden warmen Sommer und kalten Winter zu überstehen. Im Sommer muss bedacht werden, dass es zu erhöhten Wärmeperioden kommt und die Pflanzen ohne tiefes Wurzelwerk schnell vertrocknen könnten, daher ist eine Pflanzung im Juni, Juli und August nicht ideal. Möchtest du trotzdem pflanzen, sorge für ausreichend Bewässerung. Im Herbst sind die Monate September und Oktober super für die Bepflanzung geeignet. Am besten werden Bodenarbeiten bei trockenen Wetterbedingungen durchgeführt, wenn der Boden nicht zu feucht ist. Hilfreich ist es aber, wenn es ein paar Tage vorher geregnet hat, dann ist der Boden nicht so hart und trocken. Deswegen ist der Herbst auch so toll zum Einpflanzen.

Und nun Einpflanzen…

Nun hast du alles geschafft und kannst deine Pflanzen in dein Beet einsetzen. 💪Sorge vor dem Einsetzen der Pflanzen dafür, den Wurzelballen zu durchfeuchten, indem du die Pflanzen zum Beispiel in einem Eimer Wasser eintauchst. Nach dem Bepflanzen muss das Beet ebenfalls ausreichend bewässert werden.

 

Happy Gardening!🌾

Deine Nathalie & Julia ✨

 

 

 

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