Die Kunst der Gartengestaltung – die goldenen Gestaltungsregeln✨

Als Gestalter Deines Gartens ist es Dein Ziel, Deiner Gartenfläche eine Form zu verleihen und ein harmonisches Gesamtbild zu kreieren. Neben Deinem persönlichen Geschmack, den Du in Deinen Garten unbedingt einfließen lassen solltest, gibt es auch Gestaltungsregeln, die Dir zum Gestalten Deines Gartens ein wenig Orientierung geben. Welche das sind, verraten wir Dir jetzt in unserem Blog: 

Regel 1: Schaffe Einklang mit Deiner Umgebung 

Ein gelungenes Gestaltungsbild erhält Du, wenn der Garten im harmonischen Einklang mit der Umgebung ist. Dabei hat jede Region, Stadt oder Dorf eine charakteristische Ausprägung, für die oder das sie steht. Das betrifft die Architektur der Häuser, die Landschaft und auch die lokale Pflanzenwelt. Lebst Du z.B. auf Sylt, so sieht man überall Strandhafer an den Sanddünen wachsen. Wenn Du Strandhafer oder ähnliche Gräser ins eigene Gartenkonzept integrierst, schafft Du einen natürlichen Bezug zur Umgebung. Aber auch der Blick zum angrenzenden Nachbarn ist es wert, zum einen, damit Du über die Grenzen hinweg einen harmonischen Übergang schaffst und zum anderen, weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die gleichen Pflanzen bei Dir ebenfalls gut gedeihen. 

Regel 2: Schaffe eine Beziehung zum Stil Deines Hauses 

Die Architektur Deines Hauses steht im Mittelpunkt und der Garten bietet die harmonische Umrahmung. Idealerweise passen die Bodenbeläge und Baumaterialien mit dem Stil des Hauses zusammen, damit ein roter Faden entsteht. Aber auch ein stimmiger Übergang von der Inneinrichtung zum Garten ist wichtig.  

Regel 3: Gestalte mit Kontrasten 

Kontraste erzielt man durch Gegensätze, die man in den verschiedensten Arten darstellen kann, zum Beispiel durch unterschiedliche Materialien wie modernen Betonboden mit naturalistischen Holzdielen oder kostrastreiche Pflanzfarben wie blau und gelb. Das Ziel ist ein harmonisches Verhältnis zwischen Ruhe und Spannung im Garten herzustellen. Gezielt eingesetzt wirken Kontraste wie Eyecatcher. Aber auch hier gilt das Motto: “Weniger ist mehr”. 👆

Regel 4: Plane mit den Jahreszeiten  

Durch den Wechsel der Vierjahreszeiten, verändert sich Dein Garten ständig, aber das macht das Gärtnern auch so besonders. Für einen ganzjährigen grünen Garten, pflanze am besten Frühlings-, Sommer- Herbst- und auch Winterblüher. Für ein alljährliches grünes Grundgerüst eignen sich immergrüne Gehölze wie z.B. die Stechpalme, Eibe oder Zypressen. Sie bieten auch im Winter einen grünen Rahmen, und wirken insbesondere dann, wenn sich alle anderen Gewächse zurückziehen.  

Regel 5: Beachte die richtigen Proportionen

Hast Du schon einmal was vom Goldenen Schnitt gehört? Es geht um die ideale Proportion, das perfekte Verhältnis von Gartenelementen, die zueinander in einer Beziehung stehen. Das Ergebnis ist ein harmonischer und wohlproportionierter Garten. Beispielsweise ein ausgewogenes Verhältnis von Rasenfläche schafft Harmonie. Zu viel Rasen ist langweilig und zu große Beete erdrücken den Rasen. Wichtig sind auch die richtigen Größenverhältnisse, damit zum Beispiel ein gepflanzter Baum in Relation zum Haus seine Wirkung entfaltet und nicht mickrig und klein wirkt. Dabei gilt, umso weiter weg Du etwas pflanzt, umso kleiner wirktes. Ein Baum im hinteren Gartenbereich sollte also größer ausfallen als vorne in der Nähe der Terrasse. 

Regel 6: Gartenräume schaffen 

Einer der Fehler, den viele Gartenbesitzer begehen ist, dass sie als erstes möglichst viele schöne Pflanzen im Garten verteilen, aber zuvor keine richtige Struktur geschaffen haben. Struktur schafft man durch einzelne Gartenräume, die eine Funktion erfüllen und ästhetisch wirken. Zum Beispiel ein Terrassenbereich, die Rasenfläche, eine Spielecke für Kinder oder Platz für den Gemüseanbau. Frag Dich und Deine Familie was Dir wichtig ist und überlege Dir wo Du was platzieren möchtest. Dabei sollten die einzelnen Gartenräume z.B. durch Wege miteinander verbunden werden, damit ein harmonisches Bild entsteht. Durch die dritte Dimension, die Höhen, schafft man richtige Gartenzimmer, das können hohe Pflanzen wie Bambus oder Gräser aber auch Spaliere, Hecken oder Hochbeete oder auch Bäume sein, sie wirken wie Raumteiler und sind das Geheimnis einer gelungenen Gartengestaltung. 

Regel 7: Wege harmonisch gestalten 

Wege verbinden einzelne Gartenbereiche harmonisch miteinander und gliedern den Garten gleichzeitig. Wege sind also wichtige Strukturgeber. Geschwungene Linien wirken natürlicher, sie führen das Auge nicht direkt zum Ziel und laden eher zum Entdecken ein. Sie wirken in naturnahen Gärten harmonisch, aber auch als Kontrast in modernen Gärten. Geradlinige Wege, unterstreichen den formalen Charakter und sorgen für eine präzise Raumteilung. Sie wirken geordnet, elegant und geben eine klare Richtung vor. Ein gerader Weg, der zu starr ist, wirkt ungezwungener, wenn eine der Wegkanten geschwungen läuft. 

Regel 8: Pflanzen harmonisch kombinieren 

Man sagt, die Beetgestaltung gehört zur Kür der Gartengestaltung, denn für sie gibt es in sich noch einmal eigene Gestaltungsregeln. Wir planen hierfür ein Live-Seminar am 05.04.2020 in unserer Facebook-Gruppe, wo wir Dir mithilfe unseres Blumenbeet-Konfigurator zeigen, worauf es bei der Beetgestaltung ankommt. Sei dabei und komm schon jetzt in unsere kostenlose Facebook-Gruppen. Falls Du es am 05.04. nicht schaffst live dabei zu sein, kannst Du Dir die Aufzeichnung nachträglich ansehen. 

Wir hoffen, dass Dir die Gestaltungsregeln eine gute Orientierung geben, damit Du einen Eindruck erhälst, worauf es ankommt und worauf man achten sollte. Am besten Du schaust Dir Deinen Garten nochmal ganz in Ruhe an, vielleicht mit einem Kaffee ☕️ oder Glas Wein🍷und gehst Die Punkte einmal durch.📋 Was davon hast Du vielleicht schon umgesetzt und was benötigt noch Feinschliff? ✅

Happy Gardening!🌾

Deine Nathalie & Julia✨