Die Basic-Infos: Was Du über Frühlingszwiebelpflanzen wissen solltest

Hallo Herbst, hallo Pflanzzeit,

in diesem Artikel berichten wir Euch über:

  1. Die Wahl des richtigen Standorts
  2. Wann soll man die Zwiebeln einpflanzen?
  3. Wie pflanze ich die Blumenzwiebeln richtig ein?
  4. Wie pflege ich die Pflanzen richtig?
  5. Wie schütze ich die Blumenzwiebeln im Winter?
  6. Unsere persönlichen Lieblinge

1. Die Wahl des richtigen Standorts

Die Wahl des richtigen Standorts für eure Pflanzen ist eine der wichtigsten Kriterien bei der Pflanzenwahl. Sobald ihr wisst, ob ihr einen sonnigen, halbschattigen oder schattigen Standort habt, könnt Ihr die richtigen Zwiebeln im Gartencenter kaufen. Wie ihr herausfindet, welchen Standort ihr habt, erfahrt ihr hier.

 2. Wann soll man die Zwiebeln einpflanzen?

Zwiebeln, die winterfest sind und im Frühjahr blühen, sollten bereits im vorherigen Herbst gesetzt werden. Blumen, die hingegen erst im Spätsommer oder im Herbst blühen, müssen im Frühjahr als Zwiebeln gepflanzt werden.

Im Frühjahr: (März, April) z.B.

  • Begonien,
  • Dahlien,
  • Ranunkeln

Im Sommer, z.B.

  • Lilien,
  • Anemonen

Im Herbst (Sept. bis November -> solange der Boden noch nicht gefroren ist)z.B.

  • Zierlauch,
  • Tulpen,
  • Krokusse,
  • Traubenhyazinthen

3. Wie pflanze ich Blumenzwiebeln richtig ein?

Bei Blumenzwiebeln findet ihr auf der Verpackung genaue Informationen zur Pflanztiefe und dem Pflanzabstand, um genau zu wissen wie man die Blumenzwiebeln richtig pflanzt. Allgemein kann man sich an folgende Faustregel halten: Blumenzwiebeln sollen zwei- bis dreimal so tief eingepflanzt werden wie sie hoch werden. Ist eine Blumenzwiebel also 5 cm hoch, sollte diese mindestens 10 cm, besser 15 cm tief eingepflanzt werden. Die Tiefe dient dazu, dass die Pflanzen genügend Stabilität bekommen, besonders bei schweren Blüten wie dem Zierlauch, der einfach abknicken kann. Achtet darauf, die Zwiebeln mit der spitzen Seite nach oben und der stumpfen Seite nach unten einzupflanzen.

Zwiebelblumen wirken am schönsten, wenn ihr sie in kleineren Gruppen einpflanzt. Tulpen und Narzissen können zum Beispiel gut zu fünft bis zu zehnt zusammenstehen, hohe Pflanzen, wie Kaiserkrone oder Zierlauch besser in kleineren Dreier-Gruppen setzen.

4. Wie pflege ich die Pflanzen richtig?

Blumenzwiebeln zu pflanzen ist natürlich nicht besonders schwer, aber die Pflege nach der Pflanzung ist ausschlaggebend dafür, ob ihr ein schönes Ergebnis erhaltet. Zwischen den Phasen des Blühens sollten die Zwiebeln gedüngt werden, um die Zufuhr mit Nährstoffen sicherzustellen. Gießt die Blumen bei Trockenheit, nach dem Erscheinen der ersten Triebe und während der Wachstumszeit am besten regelmäßig.

5. Wie schütze ich die Blumenzwiebeln im Winter?

Viele Blumenzwiebeln können auf offener Fläche, etwa im Garten, über den Winter in der Erde gelassen werden. Zur Sicherheit könnt ihr die Bereiche mit einem Vlies abdecken, dass die Pflanzen vor starken Temperaturschwankungen schützt. Sollten die Zwiebeln besonders kälteempfindlich sein, entfernt sie aus der Erde, reinigt sie sanft und lagert sie dann an einem trockenen und gut belüfteten Ort. Zur nächsten Saison könnt ihr die Blumen dann wieder aussetzen und euch an der nächsten Blüte erfreuen.

6. Unsere persönlichen Lieblinge

Es ist wahnsinnig schwierig sich auf ein paar Zwiebeln zu beschränken. Die Highlights sind für uns vor allem die großen Blüher im späten Frühling, wie Tulpen, Allium und Co. Aber auch die kleinen frühen Blüher, würden wir nicht missen wollen, sonst säh der Frühling im Beet doch recht karg aus – oder? Deswegen starten wir hier mit ein paar frühen Freunden:

Krokus: Blüht sehr früh, ab Februar. Wir mögen die kleinen Tuffs im Beet und besonders weiße Sorten, wie Crocus chrysanthus ‚Ard Schenk‘. (aber verblüht sieht er dann nicht mehr so schön aus, das fällt bei Weiß immer am meisten aus, uns stört das nicht, solltet ihr aber wissen. Es gibt ihn auch in anderen Farben)

Blausternchen: Scilla Siberica „Alba“ starten immer kurz nach den Krokussen und sie breiten sich gerne aus, was wir gerne mögen und uns nichts ausmacht. Was gibt’s Schöneres als wenn die kahlen Beete sich mit den weißen Sternchen füllen?

Bärlauch: Seid ihr schon mal im Mai im Wald gewesen und es hat nach Knoblauch gerochen? Ein Traum! Das kann man sich auch in den Garten holen für schattigere Bereiche, zum Beispiel unter Bäumen: Allium ursinum. Der Bärlauch ist ein super Bodendecker. Wenn ihr ihn ernten wollt, dann vor der Blüte. Schmeckt super lecker. Die Blätter verfärben sich nach der Blüte gelb und ziehen sich dann ein bis zum nächsten Jahr. Er breitet sich auch gerne aus.

Tulpen: Der Klassiker, kennen wir alle und sind immer wieder schön. Sie blühen, je nach Sorte, im April/Mai. Als Tipp von uns: Dunkle Sorten sind besonders schön und einzigartig. Wir lieben Tulipa „Ronaldo“ (ganz dunkles rot) und Tulipa ‚Negrita‘ (dunkel pink).

Allium: Besonders in den letzten Jahren sieht man Allium giganteum und Sorten wie „Globemaster“ vermehrt in den Gärten…sie sind wunderschön. Wir möchten euch aber 2 andere Sorten vorstellen, die noch nicht ganz so verbreitet sind: Allium sphaerocephalon und Allium schubertii. Allium sphaerocephalon ist ein wahres Hummelparadies, wir haben noch nicht so viele Hummeln gleichzeitig an einer Pflanze gesehen und sie sehen so schön aus, ganz besonders in einem Gräsermeer aus Stipa. (Sie haben übrigens ganz kleine Zwiebeln, da braucht ihr ein paar mehr).  Allium schubertii sieht etwas futuristisch und exotisch aus – falls ihr mal was Neues sucht und ausprobieren wollt.

Ich hoffe ihr habt jetzt einen guten ersten Überblick zur Zwiebelplanung bekommen, damit euer Garten im kommenden Frühling auch so aussieht wie ihr es euch wünscht.

Ein letzter Tipp noch von uns: Achtet beim Kauf darauf, dass die Zwiebeln nicht kaputt oder verschimmelt sind, das kann mal passieren – dann ärgert ihr euch nachher zuhause…

Viel Spaß beim Einpflanzen!

Eure Nathalie & Julia

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